Wissenswertes rund um Merinowolle. Merinoschaf in Herde

Wissenwertes rund um Merino

Merinowolle ist gerade in den letzten Jahren immer mehr auf dem Vormarsch in der Modeindustrie, hat viele Kleiderschränke als funktionelles Allrounder-Material erobert und erfreut sich gerade bei Sport- und Outdoor-Fans sehr großer Beliebtheit.

Woher kommt Merinowolle?

Das Merinoschaf gehört zu den ältesten und widerstandsfähigsten Schafrassen der Welt und kommt ursprünglich aus Nordafrika. Dort waren die Merinoschafe starken Witterungen von Temperaturunterschieden von minus 20Grad bis plus 30Grad ausgesetzt. Durch ihr besonders widerstandsfähiges Fell trotzen die Merinoschafe diesen extremen klimatischen Bedingungen und passten sich mit den Jahren somit an das Bergwetter an.

Circa im 15. Jahrhundert brachten die Berber die Schafe nach Spanien, wodurch die Spanier bis ins späte 18. Jahrhundert als alleiniger Wolllieferant weltweit Handel betreiben konnten. Erst im 18. Jahrhundert wurden die ersten Merinoschafe in Deutschland gezüchtet.

Mittlerweile wird diese Schafrasse aber auf der ganzen Welt gezüchtet, wobei sich Australien und Neuseeland weltweit zu den größten Wollproduzenten zählen können. Fast 100% des gesamten Jahreswollumsatzes der beiden Länder stammt dabei vom australischen Merinoschaf.

Steckbrief Merinoschaf:

Merinoschaf

Merinoschafe zählen zur Rasse der „Feinwollschafe“, können bis zu 1,40 Meter groß werden und wiegen im Durchschnitt circa 100 Kilogramm.

Ein Tier kann pro Jahr zwei bis vier Kilogramm feinste Wolle liefern, teilweise sogar bis zu zehn Kilogramm pro Jahr.

Was ist so besonders an Merinowolle?

Die Merinos mussten jahrhundertelang immer wieder extremen Wetterbedingungen standhalten. Diese einzigartigen Lebensbedingungen haben auch die Wolle der Merinoschafe geprägt, die uns Menschen nun einzigartige funktionale Eigenschaften liefert.

Bekleidung aus Merinowolle kratzt nicht, ist leicht und weich, isolationsfähig, atmungsaktiv, antibakteriell und geruchsneutralisierend. Bislang ist es noch nicht gelungen, eine Kunstfaser zu entwickeln, die an diese ausgezeichneten Eigenschaften heranreicht. Aus diesem Grund ist die Merinowolle als natürliche Funktionsfaser so beliebt und ein absoluter Alleskönner. Mehr zu den einzigartigen Eigenschaften im Detail findest du hier.

Wie wird die Qualität von Merinowolle gemessen?

Die Qualität der Merinowolle wird an der Faser bestimmt. Je feiner die Faser, desto höher die Qualität. Die Maßeinheit dabei ist Mikron, was einem Tausendstel Millimeter entspricht.

Merinowolle hat meist eine Stärke zwischen 15,5 und 24,5 Mikron. Ein menschliches Haar hat vergleichsweise zwischen 50 und 100 Mikron. Feinere Fasern krümmen sich stärker, wenn sie die Haut berühren und kratzen deswegen nicht. Dadurch ist der Tragekomfort umso weicher und angenehmer, je geringer die Stärke der Merinofaser ist. Jedoch kann Bekleidung aus 100% Merino und bester Qualität anfälliger für Löcher sein.

Grundsätzlich gibt es folgende Qualitätsklassen:

Unter 16,9 Mikron          =       ultrafine
17 – 18,9 Mikron            =       superfine
19 – 21,9 Mikron            =       fine
22 – 23,9 Mikron            =       medium
24 – 25,9 Mikron            =       strong

Unser Fazit: Merino ist eine tolle Naturfaser, die für viele Einsatzgebiete einen Nutzen bietet.

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